Wiesbaden

„sensor Magazin Wiesbaden“
} Ausgabe 03/2026

„Der Schaffensprozess war ein Befreiungsschlag“

Simone Petsch ist heute Malerin – doch der Weg dahin war lang. Für SENSOR erzählt die Wahlwiesbadenerin über ihre Kunst, ihr Leben und führt durch ihr farbenfrohes Zuhause-Atelier, in dem sie zehn Jahre ihrer Arbeit ausstellt. Ein Porträt.

„Zehn Jahre lang habe ich nur für mich allein gemalt, meine Technik verfeinert und perfektioniert“, erzählt Simone Petsch beim Besuch in Ihrem Zuhause-Atelier am Loreleiring. Für sie ist Malerei vor allem eines: kommunikativer Ausdruck. Ihr erstes Bild „Das verletzte Herz“ entstand nach dem Tod ihrer künstlerisch veranlagten Mutter, deren leeren Leinwände sie jahrelang im eigenen Keller lagerte – bis Simone Petsch beschloss, es mit dem Malen einmal selbst zu versuchen.

Von der Innenarchitektur über die Kommunikation zur Malerei

Dabei kommt die gebürtige Unterfränkin eigentlich aus der Innenarchitektur. In Mainz studierte sie das Fach gleich nach dem Kunst-Abitur und arbeitete später viele Jahre lang als freie Kreativ-Direktorin für Premium-Marken und Großkonzerne in der kurzlebigen Event- und Kommunikationsszene. Die Sehnsucht nach dem Malen fing an, als sie beruflich zunehmend unter immens hohem Leistungsdruck stand: „Durch den massiven Zeitdruck konnte meine Kreativität nicht mehr frei aus mir herausfließen“, erinnert sie sich.

Der berufliche Druck und private Ereignisse führten schließlich zu der Erkenntnis, nicht länger unter Druck arbeiten zu wollen: „Da war diese intuitive Sehnsucht ins Fließen zu kommen“, erzählt sie im SENSOR-Interview. So begann Simone Petsch 2015 mit dem Malen – ein Prozess, der sich fließend und dynamisch anfühlte – genau wie ihre Bilder, in denen sie ihre inneren Zustände einfängt. Inzwischen übt sie die Malerei hauptberuflich aus.

„Ich dachte nie, ich würde mich irgendwann Künstlerin nennen“

„Anfangs malte ich langsam, über Jahre hinweg. Inzwischen male ich in kürzeren Abständen und deutlich schneller“, beschreibt die Künstlerin ihre kreative Entwicklung. Dabei wurden ihre Werke zunehmend geometrischer, bunter. Als Architektin ursprünglich auf Schwarz und Weiß gepolt, veränderte die Malerei nach und nach alles in ihrem Leben, einschließlich ihr selbst. „Die Lust auf bunte Farben kam, wie ein Schalter, der plötzlich anging“, sagt sie und lacht dabei fröhlich: „Schon als kleines Mädchen habe ich Farben immer bewundert.“ Keine Frage: Die Malerei hat auch das innere Kind wieder freigelegt.

Derzeit entsteht in ihrem Atelier ein neues Kunstwerk: Beim „Feuer der Ermächtigung“ verwendet Simone Petsch echtes Blattgold, wie auf vielen ihrer Bilder. „Bei dem Gold auf meinen Werken handelt es sich um winzige kleine Stückchen Blattgold, die ich mit der Pinzette mühsam aufklebe“, erklärt sie. Dafür verwendet sie Spezialklebstoff, rupft kleine, zwei bis drei Millimeter große, hauchfeine Flöckchen ab und positioniert diese einzeln auf dem Bild.“

Die so gelegten Linien und Flächen reflektieren das Tageslicht, je nachdem wo man steht. „So sind meine Bilder die ganze Zeit über lebendig und verändern sich“, findet die Künstlerin. Zwar sei die Materialbeschaffung teurer als bei Blattsilber und Schlagmetall, doch das 24-karätige Blattgold habe einen klaren Vorteil: „Es oxidiert nicht.“

Erste Ausstellung in 2025: „Das Leben tanzen…“

Im Mai letzten Jahres stellte Simone Petsch ihr 10-jähriges Gesamtwerk erstmals aus, im Biebricher KulturKaufHaus: „Meine erste Ausstellung überhaupt“, berichtet sie stolz. Seitdem zeigt die Künstlerin auch Einzelbilder in Galerien, etwa im Mainzer STUDIO h49. Die erste Serie ihrer Bilder verkauft sie nicht. „Die zweite wird zu Verkaufen sein“, kündigt Petsch an, die für 2026 Kunstdrucke plant und ein Buch zu ihren Werken schreiben möchte.

Wieso? „Die erste Serie verarbeitet sämtliche Lebensthemen – von der bedingungslosen Liebe bis zur Einheit mit uns selbst und der Schöpfung. Jedes Bild transportiert seine eigene Energie. Genauso, wie ich mich als Künstlerin entfaltet habe, möchte ich Menschen nahebringen, wie man mit der Energie aus den Bildern umgeht und damit Bewusstsein verändern und alte Muster auflösen kann, um innerlich freier zu werden“, führt sie aus. So erstellt sie auch individuelle Auftragsarbeiten, um Menschen gezielt in ihrer Entwicklung zu unterstützen – und will dies weiter ausbauen.

Ihre Vision besteht vor allem darin, durch ihre Kunst Liebe und Freude zu den Menschen zu bringen: „Es ist der Weg, den ich gegangen bin, durch viel Schwere hindurch zur Leichtigkeit, und ich wünsche mir, dass mehr Menschen, so wie ich, aus der Angst heraus ins Fließen kommen.“

„Ein Kunstwerk verändert nicht nur den Raum, auch die Menschen“

Quelle: sensor Magazin Wiesbaden 03/2026
Text: Anna Engberg
Fotos: Arne Landwehr

Bad Schwalbach

„Das Licht der Liebe“
} 27.12.2025

Klaviermusik, Texte, Kunst und Lyrik aus dem Herzen

Krippenweg. „Auch in diesem Jahr soll Bad Schwalbach in der Adventszeit vom 1. Advent bis Dreikönig wieder in besonders weihnachtlicher Atmosphäre erstrahlen. Nicht zuletzt, weil der erst in 2023 etablierte Krippenweg in seiner dritten Auflage noch vielfältiger gestaltet wird.

Das erfolgreiche Rahmenprogramm der letzten Jahre geht auch in eine Neuauflage und soll die besinnliche Stimmung in der Kreis- und Kurstadt zusätzlich unterstreichen.“
Quelle: www.bad-schwalbach.de

} Samstag, 27. Dezember 2025 um 17:00 Uhr
Landgraf Ernsthaus · Kirchstrasse 7 · 65307 Bad Schwalbach

Simone Petsch. Das Licht der Liebe.

Eingebettet in das musikalische Programm des Krippenwegs in Bad Schwalbach stellt die Künstlerin Simone Petsch während des Konzerts des Liedermachers Jan Carstensen ihr abstrakt fließendes, spirituelles Werk mit ausgewählten Werken aus.

In Begleitung von Jan am Klavier, der die Melodien zu ihrer Lyrik komponiert, lässt Simone die Besucher die berührende Poesie zu ihrem Kunstwerk „Das verletzte Herz“ lauschen, das bereits vor 10 Jahren den Weg ihrer inneren Reise bis heute in Worte fasste.

Ihre Bildauswahl für Bad Schwalbach unter dem Namen „Das Licht der Liebe“ fasziniert mit leuchtenden Farben und einzeln handgelegten Blattgoldflöckchen, welche die Magie des Lichts erfahrbar macht.

Mainz

„Collective #2“
} 10.09. – 04.10.2025

Mainzer Künstler:innen stellen aus

Hechtsheim. „Im Studio H49, Am Hechenberg 49, geht das „Mainz // Collective“ am Samstag, 20.09. mit einer neuen Gruppenausstellung in die zweite Runde. 18 Künstler:innen, die aus Mainz stammen oder sich mit Mainz verbunden fühlen, zeigen ihre mit verschiedenen Techniken erstellten Arbeiten.“ Quelle: Allgemeine Zeitung 18.09.2025

Simone Petsch. Consciousness in Arts.

Das abstrakt fließende, spirituelle Werk der Künstlerin Simone Petsch fasziniert mit leuchtenden Farben und einzeln handgelegten Blattgoldflöckchen, welches die Magie des Lichts und reinen Bewusstseins erfahrbar macht. Eine lebendige Verbindung mit unserem Ursprung im Herzen.

Simone studierte Innenarchitektur in Mainz und blickt auf 20 Jahre internationale Markenkommunikation im Raum zurück (Bühne. Messe. Ausstellung).

Ihr Oeuvre umfasst 10 Jahre sich entfaltende, lebensverändernde Bewusstseinskraft auf Leinwand voller Liebe, Freude, Leichtigkeit und Tiefe.

Die Künstlerin lebt, malt und erschafft individuelle Auftragsarbeiten in ihrem Atelier in Wiesbaden.

Wiesbaden

„Das Leben Tanzen“
} 10.05. – 25.05.2025

Ausstellung · Vernissage mit live vertonter Lyrik

Die Ausstellung „Das Leben tanzen“ der Wiesbadener Künstlerin Simone Petsch erzählt chronologisch die berührende Geschichte ihrer zehnjährigen Entdeckungsreise, die mit einem tief „Verletzten Herzen“ begann und sie über die „Magie des Lebens“ das „Licht der Liebe“ im eigenen Herzen finden ließ.

Das abstrakte, energiegeladene Werk voller Liebe, Freude und Leichtigkeit fasziniert mit leuchtenden Farben und glänzenden, handgelegten hauchfeinen Gold- und Silberflocken, die im lebendigen Reflexionsspiel mit Licht zum kindlichen Staunen einladen.

Die Künstlerin schreibt über den Zauber ihrer Ausstellung „Das Leben tanzen… mit dem staunenden Glanz strahlender Kinderaugen: Es gab einmal eine Zeit, in der dich alles zum Staunen, zum Stehenbleiben und zum Innehalten brachte. Unbeschwert und frei, gebettet in Liebe, Freude und Leichtigkeit, versunken in der vollkommenen Schönheit des Augenblicks war alles würdig, gesehen und berührt zu werden…“

Um die besondere Wirkung ihrer Werke mit allen Sinnen erlebbar zu machen, wird Simone Petsch im Rahmen der Eröffnung am 10. Mai um 16 Uhr Auszüge ihrer Lyrik zu den Bildern vortragen. Sie wird von Liedermacher Jan Carstensen am Klavier begleitet, der die Melodien zu ihren Gedichten komponiert.

Die Kunstausstellung im KulturKaufhaus Biebrich läuft vom 10. Mai bis 25. Mai 2025 mit persönlicher Präsenz der Künstlerin, inklusive einem Sofagespräch mit Silvia Lang am 14. Mai um 18 Uhr.

Während des Biebricher Höfefests wird am 24. Mai um 19 Uhr auch ein von der Künstlerin gestalteter, steckbarer Designschaukelstuhl – von Michael Ziem des KKH Werksaals – versteigert.